Vertreterversammlung 2021

I.      Beschlüsse der Vertreterversammlung

 

Die Vertreterversammlung hat auf der 23. Sitzung der Vertreterversammlung am 31. August 2021 Herrn Dr. Willi Cordts als Vorsitzenden der Vertreterversammlung bestätigt. Zu ersten und zweiten Stellvertretern sind Frau Petra Hoyer und Herr Jan Kippri gewählt worden.

 

Zugleich ist der Vorstand des Versorgungswerks neu gewählt worden. Die Vertreterversammlung hat Herrn Jörn Witt, Herrn Kim Utech und Herrn Jan Schulz in ihren Ämtern bestätigt und Frau Marieke Pohl und Frau Dörte Sauer neu in den Vorstand gewählt. Auf eigenen Wunsch ausgeschieden sind Frau Iris Behrens und Frau Susanne Struck.

 

Die Vertreterversammlung hat des Weiteren einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 festgestellt sowie den Vorstand einstimmig für dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2020 entlastet.

 

Die Vertreterversammlung hat auf Vorschlag des Vorstandes weiterhin einstimmig beschlossen, den Rentensteigerungsbetrag für Rentenanwartschaften ab dem 1. Januar 2022 um 0,75 Euro auf 75,75 Euro anzuheben. Die bestehenden Rentenansprüche werden ab dem 1. Januar 2022 um 1,0 % erhöht.

 

Herr Wirtschaftsprüfer Ole Keppeler von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg ist zum Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 gewählt worden.

 

Die Beschlüsse der Vertreterversammlung sind noch von der Rechtsaufsicht  und von der Versicherungsaufsichtsbehörde zu genehmigen.

 

Die nächste Vertreterversammlung findet voraussichtlich am 30. August 2022 in den Geschäftsräumen des Steuerberaterversorgungswerks statt. Die Sitzung ist für Mitglieder öffentlich. Die Sitzung der Vertreterversammlung ist für Mitglieder des Steuerberaterversorgungswerks öffentlich.

 

 

II.   Rückblick auf das Geschäftsjahr 2020

 

Das Jahresergebnis weist einen Überschuss in Höhe von 2.096.918,20 € (2.926.459,56 € i.Vj.) aus. Der Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen auf einen im Vergleich zum Vorjahr höheren Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung zurückzuführen. Neben der Absenkung des Rechnungszinses um 0,25 % auf nunmehr 3,00 % unter vollständiger Auflösung der vorhandenen Zinsreserve in Höhe von 22,7 Mio. € und der Bildung einer neuen Zinsreserve in Höhe von pauschal 3,0 Mio. € belief sich der Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung auf 16.738 T€ (14.971 T€ i.Vj.). Unter Berücksichtigung einer entsprechenden Entnahme aus der Rücklage für Leistungssicherung und –verbesserung für beschlossene Erhöhungen der Rentenanwartschaften und der Rentenansprüche beträgt der Rohüberschuss 4.634.115,20 € (3.159.308,56 € i.Vj.).

 

Die Zahl der beitragspflichtigen Mitglieder hat sich im Berichtszeitraum unter Berücksichtigung von Zu- und Abgängen von 1.474 auf 1.514 per 31. Dezember 2020 erhöht. Darüber hinaus bestehen 103 beitragsfreie Anwartschaften.

 

Unter den Mitgliedern befinden sich 657 Kolleginnen (43,4 %) und 857 Kollegen (56,6 %). Von den Mitgliedern sind 590 (39,0 %) unter 45 Jahre und 924 (61,0 %) 45 Jahre oder älter; 808 Mitglieder sind ausschließlich selbständig (53,4 %), 642 ausschließlich angestellt (42,4 %) und 64 sowohl selbständig als auch angestellt (4,2 %) tätig.

 

Die veranlagten Beiträge einschließlich Überleitungen, Nachversicherungen und Zinsersatzleistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf insgesamt 15.878.4141,25 € (14.801.736,02 € i.Vj.). Davon betrug der Anteil an Pflichtbeiträgen 13.114.872,18 € (12.378.098,30 € i.Vj.). Das entspricht einem Anstieg von 6,0 % (6,8 % i.Vj.).

 

Im Jahr 2020 sind Leistungsrechte im Sinne der §§ 16, 17 und 21 der Satzung zu bedienen gewesen. In 159 Fällen wurden Altersrenten, in drei Fällen Berufsunfähigkeitsrenten und in 22 Fällen Hinterbliebenenrenten gewährt. Die Summe der Aufwendungen für Versicherungsfälle belief sich im Jahr 2020 auf insgesamt 1.744.245,84 € (1.468.158,73 € i.Vj.). Das entspricht einem Anstieg von 18,8 % (9,4 % i.Vj.). Die Leistungsansprüche der Mitglieder können auf absehbare Zeit aus den laufenden Beitragseinnahmen gedeckt werden.

 

Die durchschnittliche Verzinsung der Kapitalanlagen belief im Geschäftsjahr 2020 auf 2,40 % (2,57 % i.Vj.). Bezogen auf den mittleren Bestand der Deckungsrückstellung ohne Zinsreserve entspricht die Kapitalrendite einem Rechnungszins von 2,92 % (3,07 % i.Vj.). Die versicherungsmathematische Mindestverzinsung konnte aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen damit nicht ganz erreicht werden. Leistungseinschränkungen sind mit der Unterschreitung des Rechnungszinses nicht verbunden.

 

Die Verwaltungskosten haben mit 3,44 % (3,48 % i.Vj.) auf die Summe der verdienten Beiträge die Vorgabe eingehalten.

 

Der Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung zum 31. Dezember 2020 beträgt auf der Grundlage der berufsständischen Richttafeln (G) der Heubeck Richttafeln GmbH 16.737.973,00 € (14.970.883,00 € i.Vj.). Damit erhöht sich die bilanzrelevante Deckungsrückstellung auf insgesamt 222.117.286,00 € (205.379.313,00 € i.Vj.). In der Deckungsrückstellung ist eine Zinsreserve in Höhe von 3.000.000,00 € enthalten.

 

In der Dotierung der Deckungsrückstellung ist erstmals ein um 0,25 % abgesenkter Rechnungszins von 3,00 % berücksichtigt. Die dauerhafte Absenkung des Rechnungszinses erfordert einen Mehraufwand in Höhe von 22.968.354,00 €, der im Wesentlichen durch die vollständige Auflösung der in der Deckungsrückstellung bereits in den Vorjahren gebildeten Zinsreserve in Höhe von 22.700.000,00 € finanziert werden kann.

 

Der nach Entnahme aus der Rücklage für Leistungssicherung und –verbesserung wegen beschlossener Leistungsverbesserungen verbleibende Überschuss in Höhe von 4.634.115,20 € wird in Höhe von 2.732.847,97 € der Verlustrücklage zugeführt. Die Verlustrücklage ist damit in Höhe von 16.433.796,45 € dotiert und beträgt 7,4 % der Deckungsrückstellung mit pauschaler Erhöhung bzw. 7,5 % ohne pauschale Erhöhung.

 

Die verbleibenden 1.901.267,23 € werden der Rücklage für Leistungssicherung und -verbesserung zugeführt, die damit eine Höhe von 4.191.018,88 € erreicht. Die Rücklage würde ausreichen, den Rentensteigerungsbetrag um 1,00 % von 75,00 € auf 75,75 € und die laufenden Renten ebenfalls um 1,00 % zu erhöhen. Der Mehraufwand für entsprechende Erhöhungen würde sich auf insgesamt 4.156.416,00 € belaufen.

 

Den vollständigen Prüfbericht der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kiel über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 können Sie auf der Webseite des Steuerberaterversorgungswerkes einsehen.