Die Geschäftsstelle ist vom 24.12.2020 bis zum 3.1.2021 geschlossen!

Vertreterversammlung 2020

I.      Beschlüsse der Vertreterversammlung

 

Die Vertreterversammlung hat auf seiner 22. Vertreterversammlung am 22. September 2020 einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 festgestellt sowie den Vorstand einstimmig für dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2019 entlastet.

 

Die Vertreterversammlung hat auf Vorschlag des Vorstandes weiterhin einstimmig beschlossen, den Rentensteigerungsbetrag für Rentenanwartschaften ab dem 1. Januar 2021 um 0,50 Euro auf 75,00 Euro anzuheben. Die bestehenden Rentenansprüche werden ab dem 1. Januar 2021 um 1,0 % erhöht.

 

Herr Wirtschaftsprüfer Ole Keppeler von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg ist zum Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 gewählt worden.

 

Ferner hat die Vertreterversammlung dem Entwurf über den Abschluss eines Überleitungsabkommens mit dem Versorgungswerk der Steuerberater / Steuerberaterinnen und Wirtschaftsprüfer / Wirtschaftsprüferinnen im Saarland zugestimmt. Als wesentliche Eckpunkte ist eine begrenzte Überleitung bis zu 60 Mitgliedschaftsmonaten bei 100 % der Beiträge vorgesehen. Das Überleitungsabkommen tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft.

 

Die Beschlüsse der Vertreterversammlung sind mit Schreiben der Rechtsaufsicht vom 21. Oktober 2020 und von der Versicherungsaufsichtsbehörde mit Schreiben vom 14. Oktober 2020 genehmigt worden.

 

Die nächste Vertreterversammlung findet voraussichtlich am 31. August 2021 in den Geschäftsräumen des Steuerberaterversorgungswerks statt. Die Sitzung ist für Mitglieder öffentlich. Die Sitzung der Vertreterversammlung ist für Mitglieder des Steuerberaterversorgungswerks öffentlich.

 

 

II.   Rückblick auf das Geschäftsjahr 2019

 

Das Jahresergebnis weist einen Überschuss in Höhe von 2.926.459,56 € (-1.689.067,41 € i.Vj.) aus. Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen auf höhere Beitragseinnahmen bei einem gleichzeitig niedrigeren Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung zurückzuführen. Neben der pauschalen Erhöhung der Zinsreserve um weitere 4.200 T€ (5.000 T€ i.Vj.) belief sich der Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung auf 10.771 T€ (13.932 T€ i.Vj.). Unter Berücksichtigung einer entsprechenden Entnahme aus der Rücklage für Leistungssicherung und –verbesserung für eine beschlossene Dynamisierung der Rentenansprüche beträgt der Rohüberschuss 3.159.308,56 € (2.610.619,59 i.Vj.).

 

Die Zahl der beitragspflichtigen Mitglieder hat sich im Berichtszeitraum unter Berücksichtigung von Zu- und Abgängen von 1.421 auf 1.474 per 31. Dezember 2019 erhöht. Darüber hinaus bestehen 106 beitragsfreie Anwartschaften.

 

Unter den Mitgliedern befinden sich 631 Kolleginnen (42,8 %) und 843 Kollegen (57,2 %). Von den Mitgliedern sind 573 (38,9 %) unter 45 Jahre und 901 (61,1 %) 45 Jahre oder älter; 797 Mitglieder sind ausschließlich selbständig (54,1 %), 625 ausschließlich angestellt (42,4 %) und 52 sowohl selbständig als auch angestellt (3,5 %) tätig.

 

Die veranlagten Beiträge einschließlich Überleitungen, Nachversicherungen und Zinsersatzleistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 14.801.736,02 €. Davon betrug der Anteil an Pflichtbeiträgen 12.378.098,30 €. Das entspricht einem Anstieg von insgesamt 6,8 %.

 

Im Jahr 2019 sind Leistungsrechte im Sinne der §§ 16, 17 und 21 der Satzung zu bedienen gewesen. In 137 Fällen wurden Altersrenten, in drei Fällen Berufsunfähigkeitsrenten und in 19 Fällen Hinterbliebenenrenten gewährt. Die Summe der Aufwendungen für Versicherungsfälle belief sich im Jahr 2019 auf insgesamt 1.468.158,73 € (1.342.402,05 € i.Vj.). Das entspricht einem Anstieg von 9,4 %. Die Leistungsansprüche der Mitglieder können auch auf absehbare Zeit aus den laufenden Beitragseinnahmen gedeckt werden.

 

Die durchschnittliche Verzinsung der Kapitalanlagen belief im Geschäftsjahr 2019 auf 2,57 %. Bezogen auf den mittleren Bestand der Deckungsrückstellung ohne Zinsreserve entspricht die Kapitalrendite einem Rechnungszins von 3,07 % (3,57 % i.Vj.). Die versicherungsmathematische Mindestverzinsung konnte aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen damit nicht erreicht werden. Leistungseinschränkungen sind mit der Unterschreitung des Rechnungszinses nicht verbunden.

 

Die Verwaltungskosten haben mit 3,48 % auf die Summe der verdienten Beiträge die Vorgabe eingehalten.

 

Der Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung zum 31. Dezember 2019 beträgt auf der Grundlage der berufsständischen Richttafeln (G) der Heubeck Richttafeln GmbH einschließlich einer pauschalen Erhöhung der Zinsreserve 14.970.883,00 €. Damit erhöht sich die bilanzrelevante Deckungsrückstellung auf insgesamt 205.379.313,00 €. In der Deckungsrückstellung ist eine Zinsreserve in Höhe von 22.700.000,00 € enthalten. Die Zinsreserve würde ausreichen, den Rechnungszins dauerhaft von 3,25 % auf 3,00 % abzusenken. Der diesbezügliche Mehraufwand beläuft sich auf 21.965.495,00 €.

 

Der nach Entnahme aus der Rücklage für Leistungssicherung und –verbesserung wegen beschlossener Leistungsverbesserungen verbleibende Überschuss in Höhe von 3.159.308,56 € wird in Höhe von 807.816,23 € der Verlustrücklage zugeführt. Die Verlustrücklage ist damit in Höhe von 13.700.948,48 € dotiert und beträgt 6,67 % der Deckungsrückstellung mit pauschaler Erhöhung bzw. 7,50 % ohne pauschale Erhöhung.

 

Die verbleibenden 2.351.492,33 € werden der Rücklage für Leistungssicherung und -verbesserung zugeführt, die damit eine Höhe von 4.826.948,65 € erreicht. Die Rücklage würde ausreichen, den Rentensteigerungsbetrag um 1,34 % von 74,50 € auf 75,50 € und gleichzeitig die laufenden Renten um 1,0 % zu erhöhen. Der Mehraufwand für eine Erhöhung der Renten beträgt 263.242,00 €.

 

Den vollständigen Prüfbericht der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kiel über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 können Sie auf der Webseite des Steuerberaterversorgungswerkes einsehen.

 

Prüfbericht Jahresabschluss 2019

Den aktuellen Prübericht der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kiel über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 erhalten Sie hier.