Vertreterversammlung 2018

 

 I.      Beschlüsse der Vertreterversammlung

 

Die Vertreterversammlung hat auf seiner 21. Vertreterversammlung am 25. September 2019 einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 festgestellt sowie den Vorstand einstimmig für dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 entlastet.

Die Vertreterversammlung hat auf Vorschlag des Vorstandes weiterhin einstimmig beschlossen, den Rentensteigerungsbetrag für Rentenanwartschaften ab dem 1. Januar 2020 unverändert bei 74,50 Euro zu belassen. Die bestehenden Rentenansprüche werden ab dem 1. Januar 2020 um 1,0 % angehoben.

Herr Wirtschaftsprüfer Ole Keppeler von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg ist zum Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 gewählt worden.

Die Beschlüsse der Vertreterversammlung sind mit Schreiben der Rechtsaufsicht vom 29. Oktober 2019 und von der Versicherungsaufsichtsbehörde mit Schreiben vom 5. November 2019 genehmigt worden.

Die nächste Vertreterversammlung findet voraussichtlich am 23. September 2020 in den Geschäftsräumen des Steuerberaterversorgungswerks statt. Die Sitzung ist für Mitglieder öffentlich. Die Sitzung der Vertreterversammlung ist für Mitglieder des Steuerberaterversorgungswerks öffentlich.

 

II. Rückblick auf das Geschäftsjahr 2018

 

Das Jahresergebnis weist einen Fehlbetrag in Höhe von 1.689.067,41 € aus. Dieses Ergebnis ist trotz höherer Beitragseinnahmen bei gleichbleibenden Kapitalerträgen im Wesentlichen auf einen höheren Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung zurückzuführen. Neben der pauschalen Erhöhung der Zinsreserve um weitere 5.000 T€ erhöhte sich der Zuführungsbedarf aufgrund beschlossener Leistungsverbesserungen um 4.300 T€. Unter Berücksichtigung einer entsprechenden Entnahme aus der Rücklage für Leistungssicherung und –verbesserung beträgt der Rohüberschuss 2.610.619,59 € (891.989,08 € i.Vj.).

Die Zahl der beitragspflichtigen Mitglieder hat sich im Berichtszeitraum unter Berücksichtigung von Zu- und Abgängen von 1.380 auf 1.421 per 31. Dezember 2018 erhöht. Darüber hinaus bestehen 99 beitragsfreie Anwartschaften.

Unter den Mitgliedern befinden sich 613 Kolleginnen (43,1 %) und 808 Kollegen (56,9 %). Von den Mitgliedern sind 546 (38,4 %) unter 45 Jahre und 875 (61,6 %) 45 Jahre oder älter; 770 Mitglieder sind ausschließlich selbständig (54,2 %), 600 ausschließlich angestellt (42,2 %) und 51 sowohl selbständig als auch angestellt (3,6 %) tätig.

Die veranlagten Beiträge einschließlich Überleitungen, Nachversicherungen und Zinsersatzleistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf insgesamt 13.851.198,13 € (13.270.408,89 € i.Vj.). Davon betrug der Anteil an Pflichtbeiträgen 11.584.744,04 € (10.878.485,05 € i.Vj.). Das entspricht einem Anstieg von insgesamt 6,5 %.

Im Jahr 2018 sind Leistungsrechte im Sinne der §§ 16, 17 und 21 der Satzung zu bedienen gewesen. In 124 Fällen wurden Altersrenten, in drei Fällen Berufsunfähigkeitsrenten und in 17 Fällen Hinterbliebenenrenten gewährt. Die Summe der Aufwendungen für Versicherungsfälle belief sich im Jahr 2018 auf insgesamt 1.342.402,05 € (1.150.159,85 € i.Vj.). Das entspricht einem Anstieg von 16,7 %. Die Leistungsansprüche der Mitglieder können auch auf absehbare Zeit aus den laufenden Beitragseinnahmen gedeckt werden.

Die durchschnittliche Verzinsung der Kapitalanlagen belief im Geschäftsjahr 2018 auf 3,03 % (3,38 % i.Vj.). Bezogen auf den mittleren Bestand der Deckungsrückstellung ohne Zinsreserve entspricht die Kapitalrendite einem Rechnungszins von 3,57 % (4,02 % i.Vj.). Die versicherungsmathematisch erforderliche Mindestverzinsung von 3,25 % konnte damit erreicht werden.

Die Verwaltungskosten haben mit 3,57 % (3,79% i.Vj.) auf die Summe der verdienten Beiträge die Vorgabe eingehalten.

Der Zuführungsbedarf zur Deckungsrückstellung zum 31. Dezember 2018 beträgt auf der Grundlage der berufsständischen Richttafeln (G) der Heubeck Richttafeln GmbH einschließlich der pauschalen Erhöhung der Zinsreserve 18.932.370,00 € (16.707.971,00 € i.Vj.). Damit erhöht sich die bilanzrelevante Deckungsrückstellung auf insgesamt 190.408.430,00 € (171.476.060,00 € i.Vj.). In der Deckungsrückstellung enthalten ist eine Zinsreserve in Höhe von 18.500.000,00 €, die für die zukünftige Absenkung des Rechnungszinses verwendet werden kann.

Der nach Entnahme aus der Rücklage für Leistungssicherung und –verbesserung wegen beschlossener Leistungsverbesserungen verbleibende Überschuss in Höhe von 2.610.619,59 € wird in Höhe von 1.044.927,75 € der Verlustrücklage zugeführt. Die Verlustrücklage ist damit in Höhe von 12.893.132,25 € dotiert und beträgt 6,77 % der Deckungsrückstellung mit pauschaler Erhöhung bzw. 7,50 % ohne pauschale Erhöhung.

Die verbleibenden 1.565.691,84 € werden der Rücklage für Leistungssicherung und -verbesserung zugeführt, die damit eine Höhe von 2.708.305,32 € erreicht. Die Rücklage reicht aus, die laufenden Renten um 1,0 % zu erhöhen. Der Mehraufwand für die Erhöhung der Renten beträgt 232.849,00 €.

 

 

 

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